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Farbe bekennen

Aktualisiert: 11. Sept. 2022


"Wenn es zu bunt wird, muß man Farbe bekennen"

Josef Imbach


Ich liebe die Farbenpracht und Buntheit der Welt. Bunt ist die schönste Farbe, finde ich zumindest. Manchmal treiben wir es bunt, sind bekannt wie ein bunter Hund es gibt, sicher mehr als eine bunte Kuh :)

Manchmal kann es einem zu bunt werden und manchmal, ist es Zeit Farbe zu bekennen.

In den letzten Wochen hat vor allem dieses Thema mich besonders beschäftigt. Was bedeutet die Redensart "Farbe bekennen" eigentlich?

Bedeutet es seine Meinung frei und klar zu äußern, zu sich und seinen Macken und Stärken zu stehen? Sich mit seinen Überzeugungen zu zeigen, sozusagen die Hosen runterzulassen, seinen Mitmenschen sein "Wesen"tliches zu zeigen...?

Es gäbe wahrscheinlich noch etliche Assoziationen, die ich hier aufführen könnte.

Über diesen Beschäftigungsprozess hin, fiel mir ein Buch eines Vater-Sohn-Gespanns in die Hände, welches die Texte des Vaters und die Malerei des Sohnes miteinander verbindet. Das Buch hatte den Titel "Farbe bekennen".

Da ich nicht an Zufälle glaube, kaufte ich es mir auf gut Glück.

Und da war es, das Gedicht, dass mich zur tänzerischen Auseinandersetzung mit dem Thema inspiriert hat. Ich sprach mir das Gedicht auf Band und begann meine tänzerische Improvisation.




Lars Bornschein aus dem Buch "Vater und Sohn. Bilder und Gedichte. Farbe bekennen."



Ich lausche den Worten, mein Körper bewegt sich dazu bzw. bewegt was ausgedrückt werden mag. Vor allem der letzte Abschnitt beschäftigt mich sehr. Wie oft passiert es, dass wir leuchtend hell, wie eine Fackel das was uns wichtig ist in die Welt hinausgeben und auf Gegenwind, Widerstand oder Ausgrenzung stoßen? Ich denke, nicht nur in herausfordernden Zeiten wie den derzeitigen widerfährt uns das hin und wieder. Wenn man liebt, bekennt man Farbe, so lautet es im Gedicht, ich finde, die Liebe zu einem selbst, sollte allen voran Grund sein, Farbe zu bekennen. Für einen selbst und für alle anderen - die eigene Buntheit ist einzigartig! Nicht nur, dass wir alle früher oder später, oder immer wieder Farbe bekennen müssen, es ist über dies sehr befreiend sich in seinen Farben, seiner Buntheit zu zeigen und zu bekennen. Für mich ist sich zu zeigen und zu sich zu stehen, ja Farbe bekennen, ein Akt großer Selbstliebe. Und aktueller denn je. Meine Farben sprechen im Tanz von Miteinander, Gleichheit und Respekt. Dem Mut seiner Leidenschaft zu folgen. Von Vertrauen in sich und Eigenverantwortung, Ermächtigung. Von Freiheit und von Umarmungen. Von Nähe und tatsächlichem Kontakt. Vom Tanz in seiner vollsten, befreitesten Form, von Bewegung die von innen nach außen und von außen nach innen gehen mag. Meine Farben sprechen von :"Lasst uns Farbe bekennen, für alles was uns wichtig is, für alles was uns ausmacht"






In diesem Sinne schließe ich mit dem Refrain eines äußerst bekannten Liedes von Cyndi Lauper: "But I see your true colours shining through. I see your true colours, and that's why I love you. So don't be afraid to let them show. Your true colours. True colours are beautiful like a rainbow" - bekennst du sie? :)

 

Zu Gedichten tanzen, sich von Worten inspirieren lassen, Themen, die einen beschäftigen aufgreifen und künstlerisch-kreativ aufarbeiten mit Musik, Tanz, Gestik und Material, dass alles ist Teil meines Kuns.T.anz Konzeptes, das mir sehr am Herzen liegt. Schau doch gerne mal bei meinen Angeboten unter der Rubrik "Kuns.T.anz vorbei, vielleicht spricht es dich an, ich würde mich freuen eine kleine Gruppe ausdrucksfreudiger Menschen zusammenzuführen, um zu diversen Themen Farbe zu bekennen. Solltest du gerne ein Teil davon sein - melde dich gerne <3!

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